Rørbæk See, Gehölz Tinnet Krat und die Quelle des Flusses Gudenå

Der Rørbæk See liegt unweit des Jütländischen Höhenzugs, wo auf der gleichen Talstrecke, nur wenige hundert Meter voneinander entfernt, die zwei größten dänischen Flüsse – Skjernå und Gudenå – entspringen. An gleicher Stelle quert der Ochsenweg, Jütlands jahrtausendealte Hauptverkehrsader, das Tal mitten in der Wasserscheide

Der Rørbæk See ist ein ausgeprägter Langsee, der während der Eiszeit entstand. In seiner gesamten Länge ist er von Wald und Steilhängen mit Heidekraut und Wacholderbüschen umsäumt. Am westlichen Ufer erhebt sich eine Hügelkette mit den Anhöhen Fårebanke und Kælderbanke. Im See leben u.a. Hecht, Brachse und die seltene Seeforelle, und während der Herbst- und Wintermonate versammeln sich hier zahlreiche Schwimm- und Tauchenten. In der Gegend kann man Reh- und Rotwild beobachten, außerdem lockt das Wasser viele verschiedene Vogelarten wie Wasseramsel, Eisvogel und Fischadler an.  

Der Gudenå ist Dänemarks längster Wasserlauf und kommt dem am nächsten, was man sich unter einem „richtigen“ Fluss vorstellt. 160 km legt er auf seinem Weg von der Quelle in Tinnet Krat bis zur Mündung in den Randers Fjord zurück. In früheren Zeiten bildete er einen der Hauptverkehrswege Jütlands mit Dörfern entlang seinen Ufern. Vor allem Torf und später auch Backsteine und Mergel wurden auf dem Fluss transportiert.  

Auf der Wiese an der Quelle des Gudenå sieht man alte Betonfundamente im Gras. Dabei handelt es sich um eine Badeanlage aus den 1930er Jahren, die das frische Quellwasser nutzte. Die aus Schwimmbecken, einer Fontäne mit fließendem Quellwasser und einem Kaffeepavillon bestehende Anlage war eine große Attraktion, musste jedoch nach einem Badeunfall kurz nach dem Zweiten Weltkrieg schließen.

Weiter südlich am Ochsenweg hinter Øster Nykirke liegen etwas abseits mitten im Wald die Reste einer alten Wallanlage, Margrethe Diget. Sie stammen aus der Zeit, als Dänemark noch in kleinere Königreiche unterteilt war. 

In der naturschönen Landschaft rund um den Rørbæk See findet man Wälder, Wiesen, Gehölze und Heide sowie einige der größten Eichengehölze des Landes, Tinnet Krat und Kollemorten Krat. Der magere Boden und der starke Wind haben deutliche Spuren an den kleinen, krummen und knorrigen Eichen hinterlassen. 

Es gibt einen Feuer- und Grillplatz sowie Restaurant, Campingplatz und Put & Take Angelteich. Südlich des Sees befindet sich das Besuchszentrum Ballesbækgård mit WC, Behinderten-WC, Feuer- und Grillstelle sowie Tische und Bänke. Das Angeln am Ufer auf dem Grundstück des Ballesbækgårds ist erlaubt und kostenlos.

Ein Netz markierter Wege, u.a. ein barrierefreier Weg, führt durch das Gelände.

Die Sage vom Gudenå
Der Sage nach verdankt der Gudenå seinen Namen einem wilden Kerl namens Gudar. Dieser entführte das Mädchen Else aus dem Haus ihres Vaters im Tinnet Krat, wo der Fluss entspringt.  

Gudar band das Mädchen an eine Karre und fuhr verschlungene Wege kreuz und quer, um seine Verfolger zu verwirren. Doch der Vater des Mädchens suchte Hilfe bei einem klugen Mann in Tørring, der Bäche und Quellen zusammenrief und sie bat, ihnen den Weg zu zeigen. Das Wasser erreichte Gudar am Randers Fjord. Gudar und das Pferd ertranken, während die schöne Else gerettet wurde.

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Rørbæk Sø
7323 Give

Fakten

  • Einrichtungen

    • Markierte Routen
    • Parkplatz für Busse
    • Toilette
    • Naturschule
    • Grillplatz
    • Tische und Bänke
    • Informationspunkt
    • Restaurant/Café
  • Typ

    • See
    • Hügel
    • Wald
    • Fluss

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