Tagestouren Bommerlund / Frøslev / Skomagerhus

Bommerlund / Frøslev / Skomagerhus

Das Grenzland umfasst in Wirklichkeit drei äußerst unterschiedliche Gebiete mit einigen Gemeinsamkeiten. Vielleicht ist es gerade diese Mischung, die es für Besucher des Ochsenweg Hærvejens interessant machen. Hier gibt es viel zu spüren, zu erleben und sich hineinzuversetzen.

Bommerlund / Frøslev / Skomagerhus

Der südlichste Teil des dänischen Heerwegs liegt mitten in der Aabenraa Kommune und ist teilweise Grenzgebiet, teilweise großes Naherholungsgebiet mit guten Möglichkeiten für Outdoor-, Natur- und kulturgeschichtliche Erlebnisse.

Die Landschaft ist von der Eiszeit geprägt, mit markanten Randmoränen um das Kruså Urstromtal und ausgedehnten Heideflächen in den Waldgebieten Frøslev Plantage und Bommerlund Plantage Die Natur ist schön und charakteristisch, z. B. das Hochmoor Frøslev Mose, die Binnendünen in der Frøslev Plantage, der küstennahe Buchenwald im Kollund Skov sowie das gesamte Kruså Urstromtal mit dem See Kruså Møllesø und dem Naturgebiet Smedeby Grube.

Gleichzeitig bietet das Gebiet eine Fülle von kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, darunter das Lager Frøslev, „Den krumme Vej“ (Der krumme Weg), den Gedenkpark in Kruså, Simondys Kirchenpfad, die Gejlå-Brücke und den Bommerlund-Stein, der an den Gasthof erinnert, der dem berühmten Bommerlunder Schnaps seinen Namen gab.

Die Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten sind hervorragend dank der Wegenetze in den Gebieten Kruså Urstromtal, Frøslev Mose und Kiskelund Plantage sowie nicht zuletzt aufgrund des Gendarmenpfads und der Radroute Grenzroute, die durch Padborg führt.

Begrenzt wird das Gebiet von der deutsch-dänischen Grenze im Süden, Frøslev Mose im Westen, Bommerlund Plantage im Norden und Kruså Urstromtal/Kollund Skov im Osten.

Bommerlund / Frøslev / Skomagerhus – Sehenswürdigkeiten

Bommerlund:

Gejlå-Brücke: Am Rande der Bommerlund Plantage steht die Brücke über den Gejlå von 1818. Das Besondere an ihr ist, dass sie aus zwei Bögen aus gespaltenen Feldsteinen besteht. Vor dem Bau der Brücke gab es hier eine Furt aus flachen Trittsteinen. Diese Steine liegen noch immer unter der Brücke.

Bommerlund-Stein: Der Gedenkstein wurde 1960 an der Stelle aufgestellt, wo einst der Gasthof Bommerlund Kro lag. Auf dem Stein sieht man das Relief eines mutigen Ritters. Der Sage nach brachte ein erschöpfter französischer Ritter das Rezept des berühmten Bommerlunder Schnapses hierher und schenkte es dem Gastwirt zum Dank für die gute Behandlung. Bei den übrigen Steinen im Waldgebiet handelt es sich um Wegepflichtsteine, die aus dem Zeitraum 1770-1900 stammen. Sie stehen an ihren ursprünglichen Standorten am Wegesrand. In früheren Zeiten waren die Bauern für die Wartung des Wegs verantwortlich. Den Weg gab es bereits vor der Anpflanzung der Bommerlund Plantage in der offenen Heide, und die Bauern wohnten häufig weit von dem Wegabschnitt, um den sie sich kümmern mussten, entfernt. Die Wegepflichtsteine zeigen an, welcher Hof für welchen Abschnitt zuständig war.

Frøslev:

Das Lager Frøslev wurde 1944 von den Deutschen als Internierungslager für dänische Widerstandskämpfer gebaut. In den gut neun Monaten seiner Existenz passierten ca. 12.000 Gefangene das Lager. Obwohl es gebaut wurde, um Deportationen in deutsche Konzentrationslager zu verhindern, wurden dennoch 1.600 Gefangene von hier aus in Konzentrationslager gebracht. Heute präsentiert sich das Lager Frøslev als das besterhaltene deutsche Gefangenenlager in Westeuropa und beherbergt zahlreiche interessante Museen und Ausstellungen.

In der Frøslev Plantage liegt – teilweise von den Nadelbäumen verborgen – Frøslev Sand, eine der charakteristischsten Dünenlandschaften Dänemarks.

Der Naturspielplatz in der Frøslev Plantage ist ein das ganze Jahr über ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Er bietet Schaukeln, Wippen und eine Seilbahn, hergestellt aus natürlichen Materialien.

Skomagerhus:

Der 74 km lange Wanderpfad Gendarmenpfad führt durch schöne Natur von Padborg nach Høruphav, über Hügel, durch Täler und Wälder sowie an Feldern und an der Flensburger Förde entlang. Unterwegs kann man den kleinsten und beschaulichsten Grenzübergang der Welt, Skomagerhus, zu Fuß überqueren. Entlang der Grenze sieht man die Grenzsteine, die oben mit einer Ziellinie markiert sind, die genau auf die entsprechende Rille auf dem nächsten Stein zielt und damit den genauen Verlauf der Landesgrenze festlegt.

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