Tagestouren Tørning Mühle / Christiansdal

Tørning Mühle / Christiansdal

Zusammen mit Christiansdal wurde die Tørning Mühle zu einem der „Leuchttürme“ der Kulturerbe-Strategie der Haderslev Kommune erklärt. Grund dafür sind nicht zuletzt die Landschaft und die Kulturgeschichte, die mit der Mühle verknüpft sind. Die schön im Tal an bewaldeten Seeufern gelegene Tørning Mühle zeugt gemeinsam mit Christiansdal von der Nutzung von Wasser und Gelände zur industriellen Produktion.

Tørning Mühle

Die Tørning Mühle steht genau im Schnittpunkt des von Osten nach Westen verlaufenden Landschaftsbandes und des von Norden nach Süden verlaufenden Ochsenweg Hærvejens. Der Ochsenweg Hærvejen führt also direkt durch die Anlagen der Mühle. Darüber hinaus ist die Tørning Mühle Teil der Pilgerroute entlang des Ochsenweg Hærvejens von Vejen bis nach Rendsburg.

Unweit der Tørning Mühle stand im Mittelalter eine der größten und bedeutendsten Burgen im Süden Jütlands – Tørninghus. Im 14. und 15. Jh. spielte die Burg eine wichtige Rolle bei den Kämpfen zwischen dänischen Königen und holsteinischen Grafen. Die zur Burg gehörende Tørning Mühle ist wahrscheinlich ebenso alt wie diese. Die ersten sicheren Informationen über die Nutzung der Wasserkraft stammen jedoch erst von 1494, als König Hans in den Besitz von Tørning kam. Die Mühle brannte mehrfach nieder, zuletzt 1907, wonach sie wieder aufgebaut wurde. Heute präsentiert sie sich als gutes Beispiel für den Industriemühlenbau Anfang des vorigen Jahrhunderts.

Etwa 15.000 Besucher verzeichnet die Mühle pro Jahr. Sie ist Eigentum der dänischen Naturbehörde, die das Nutzungsrecht für den Zeitraum 1983-2013 kostenlos der selbständigen Institution Tørning Mølle überlassen hatte. Im südlich der Mühle gelegenen Hof Tørninggård ist eine Pilgerherberge eingerichtet.

Die Wiege der Industrie

Christiansdal war einst ein bedeutendes Industriegebiet. Man sagt, „hier stand die Wiege der Industrie“. 1772 wurde eine Blechfabrik errichtet, die die Wasserkraft nutzte. Der Transport von Erz und fertigen Blechen erfolgte über die Seen Tørning Dam und Haderslev Dam. Seit dieser Zeit kamen und gingen verschiedene Industrien, darunter eine Lederweberei, eine Bleichanstalt, eine Ölmühle, eine Glasbläserei und eine Spiegelglasfabrik – und schließlich eine Papierfabrik mit 300 Angestellten. Aufgrund des etwas abseits gelegenen Standorts und der Transportverhältnisse wurden die Werke nie richtig rentabel. 1907 brannte die gesamte Anlage, und 1911 wurde ein Wasserkraftwerk gebaut. Das kleine Wasserkraftwerk erzeugt noch immer Strom und ist als Museum eingerichtet, wo man sich über die örtliche Geschichte informieren kann.

Bei Christiansdal und Bergs Skovplads befinden sich einfache Lagerplätze mit Feuerstellen sowie Zugang zu Wasser und WC.

Tørning Mühle / Christiansdal – Sehenswürdigkeiten

Das Haderslev Tal, das auch als Haderslev Urstromtal bezeichnet wird, erstreckt sich ca. 25 km von der Mündung des Haderslev Fjords in den Kleinen Belt im Osten bis nach Vojens im Westen. Es entstand vermutlich durch Wasserläufe, die die Landschaft immer tiefer erodierten. Bereits seit dem Mittelalter wird das Wasser durch Aufstauungen des Wasserlaufs zum Antrieb verschiedener Mühlen bei Tørning, Christiansdal und Haderslev genutzt. Diese Staudämme haben die Seen Stevning Dam und Haderslev geschaffen.

Neben diesen Erlebnissen rund um Tørning und Christiansdal lohnt auch der Tierpark am Südufer des Haderslev Dam mit Dam- und Rotwild einen Besuch. Eine Angeltour am Stevning Dam oder eine Kanufahrt auf dem Haderslev Dam sind weitere Aktivitätsmöglichkeiten.

Hier findet man auch ein dicht verzweigtes Netz von Wander- und Radwegen, darunter vier markierte Wanderwege. Man kann auch den gesamten Weg von Haderslev nach Vojens wandern, insgesamt etwa 14 km.

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Film über Tørning Mølle