Gejl Å bro

Fahrradetappe Kliplev - Padborg (Grenze) (16 km)

Foto: Hærvejen

Die Teilstrecke von Kliplev nach Padborg ist eine sehr historische Etappe. Sie kommen an der letzten der alten Ochsenweg Hærvejenbrücken, die Gejlå Brücke aus dem Jahre 1818 vorbei. 

Die Teilstrecke von Kliplev nach Padborg ist eine sehr historische Etappe. Sie kommen an der letzten der alten Ochsenweg Hærvejenbrücken, die Gejlå Brücke aus dem Jahre 1818 vorbei. Sind Sie begeisterter Museumsbesucher ist diese Teilstrecke genau was für Sie, denn im ehemaligen Gefangenenlager Frøslev sind mehrere verschiedene Museen mit Ausstellungen für jeden Geschmack eingerichtet.


Gejlå Brücke
Von Kliplev geht es Richtung Süden entlang der Kliplev Søndermark und Vilsbæk Mark zum Wasserlauf Gejlå. Kurz bevor Sie Bommerlund Plantage erreichen, liegt die Gejlå Brücke die aus 2 Bögen von gehauenen Feldsteinen besteht. Die Brücke wurde im Jahre 1818 gebaut und die Steine werden im Gegensatz zur älteren Povls Brücke (siehe die Strecke Rødekro-Kliplev), von Mörtel zusammen gehalten. Hier gab es früher eine Furt und die flachen Steine kann man heute noch unter der Brücke sehen.

Bommerlund Plantage
200 m südlich der Brücke lag früher das Gasthaus Bommerlund Kro. Heute findet man nur noch einen Gedenkstein. Weiter geht es entlang des Ochsenweges Hærvejen durch die Bommerlund Plantage wo es etliche Steine mit Inschriften gibt. Hier ist aber nicht die Rede von Runensteinen!

Südlich des Wasserlaufes Gejlå lag die alte Verwaltungsgrenze und am Straßenrand steht ein sog. Verwaltungsstein für den Bezirk Vis Herred (Wies 1778). Direkt gegenüber steht ein Wegstein, der den Weg nach Løgumkloster zeigt.

Die übrigen Steine in der Plantage sind Markierungsteine aus den Jahren 1770–1900. Die Steine stehen an ihren ursprünglichen Stellen am Straßenrand und grenzen die Gebiete ab, für die der jeweilige Bauer zuständig war. Der Weg lag, bevor die Bommerlund Plantage angepflanzt wurde, auf der offenen Heide und die Bauern wohnten oft weit weg von dem Streckenabschnitt, die sie in Stand halten mussten. Die Steine markieren für welchen Streckenabschnitt welcher Bauernhof zuständig war.

Das Gefangenenlager Frøslev
Wenn Sie die Bommerlund Plantage verlassen, biegt der Weg Richtung Westen nach Vejbæk und wieder Richtung Süden nach Fårhus. Kurz darauf führt der Fahrradweg durch den östlichen Teil der Frøslev Plantage wo das Gefangenenlager liegt. Es wurde im Jahre 1944 als deutsches Gefangenenlager für u. A. dänische Widerstandkämpfer gebaut. Das Frøslev-Lager ist eines der am besten erhaltenen Gefangenenlager in Westeuropa.

Außer dem Frøslev-Lager Museum, das im Hauptwachtturm und einer früheren Gefangenenbaracke eingerichtet ist, gibt es im Lager eine Reihe anderer Ausstellungen:

Die Informationsbaracke des Bereitschaftsverbandes, das Heimwehrmuseum, Naturausstellung der dänischen Forst- und Naturbehörde, UN-Museum und die permanente Ausstellung von Amnesty International.

Früher gab es ein weites und ödes Heide- und Dünengebiet das Frøslev Sand genannt wurde. Es wurde in den Jahren 1883-1900 zugepflanzt und ist heute Frøslev Plantage. Es wird erzählt, dass die Bepflanzungsaktion von den Entschädigungszahlungen vom französisch-deutschen Krieg 1870-71 bezahlt wurde. Es gibt noch Dünen in der Plantage und es gibt feuchte Niederungen die „Klimp“ genannt werden. Südlich des Frøslev-Lagers wurde 1994 eine Baumsammlung, ein sog. Arboretum im Kädner-Moor angepflanzt.

Padborg
Sie werden jetzt entlang des Radweges aus der Frøslev Plantage zur Grenz-stadt Padborg geführt, wo Sie verweilen können. Haben Sie vor nach der Grenze weiter entlang des Ochsenweges zu fahren, können Sie in Padborg proviantieren.