Immervad Bro

Fahrradetappe Vojens - Rødekro (27 km)

Foto: Hærvejen (MH)

Auf der Strecke von Vojens nach Rødekro befinden sich mehrere sehenswerte Kulturschätze. U.A. kommen Sie an der ersten der charakteristischen Ochsenweg Hærvejen brücken, die Immervad Brücke vorbei.

Vom Hügel des Skrydstrup-Mädchens ein paar Kilometer weiter südlich an der Landstraße zwischen Vojens und Over Jerstal befinden sich westlich der Straße eine kleine Gruppe von Grabhügeln zu denen man Zutritt hat. Die Gräber stammen aus dem mittleren Teil der Steinzeit um etwa 3000 v. Chr. Fahren Sie von den Gräbern Richtung Osten wieder auf die Fahrradroute, werden Sie um den Vedsted-Seen viele gut erhaltene Grabhügel, u. A. nordöstlich der Vedsted Kirche finden. 

In Vedsted kann man proviantieren oder man kann auf dem Weg um den Vedsted See einen Spaziergang machen. Am südöstlichen Ende befinden sich ein Freibad und eine Grünanlage.

Auf dem nächsten Streckenabschnitt Richtung Süden bei Hovslund Stationsby befinden sich in kurzen Abständen Sehenswürdigkeiten wo sich ein Besuch lohnt.

Die Langdolmen von Holmshus
Südlich von Vedsted gelangen Sie nach Holmshus und zu den Langdolmen, eines der imposantesten steinzeitlichen Grabanlagen Jütlands. Die Anlage besteht u. A. aus zwei parallelen Langdolmen, die über 100 Meter lang sind. Sie haben Zutritt zu einem großen Hünengrab (Taschenlampe nicht vergessen) und über der Grabkammer befindet sich ein 7 Tonnen schwerer Deckstein. Den Bau dieser Dolmen hat damals um 3200 v. Chr. einen überwältigenden Arbeitseinsatz bedeutet.

Die Route führt Sie am Rande der unter Naturschutz stehenden Hochmoorgebiete von Abkær Mose und Stengelmose vorbei. An der Landstraße zwischen den Mooren gibt es etwa 500 Meter westlich der Strecke einen Vogelturm von wo Sie über das Moor Abkær Mose blicken können.

Die Immervad Brücke
Danach fahren Sie zum Wasserlauf Immervad Å der westlich in den Gels Å mündet, der später zum Ribe Å wird. Hier können Sie auch die besondere Immervad-Brücke sehen, die seit 1776 dem Reisenden eine Überquerungsmöglichkeit über dem Wasserlauf gegeben hat.

Die Brücke ist aus einem gespaltenen Feldstein, den sog. „Skovby-Stein“ gebaut. Früher gab es hier vermutlich eine Holzbrücke, der Name deutet aber darauf hin, dass der Ort als Furt schon vor der Errichtung der Brücken benutzt wurde. Furte und Brücken waren schon immer Sammelstellen für Reisende und deshalb lag hier auch ein Gasthof. Der Gasthof Immervad Kro war berühmt für seine Erbsensuppe. Heute ist der Gasthof geschlossen. Es gibt aber eine Raststelle.

Hærulf-Stein
Kurz bevor Sie nach Hovslund Stationsby kommen befindet sich am Straßenrand ein bemerkenswerter Runenstein. Die Inschrift ist nicht lang, nur der Name „Hærulf“- oder „Hairulfr“, wie der Runenschreiber etwa im 10. Jahrhundert geschrieben hat. Der Stein wurde als deutsche Kriegsbeute im Jahre 1864 nach Berlin gebracht und erst im Jahre 1952 kam er wieder auf seinen ursprünglichen Platz zurück.

An der gleichen Stelle kann man östlich der Straße einen Hügel aus der Bronzezeit, den Strangels-Hügel sehen. Südlich des Hügels steht ein 2 Meter hoher Bautastein. Der Sage nach dreht sich der Stein nach dem Duft von Brot. Von der Raststelle am Weg haben Sie Zugang zum Hügel und dem Stein.

Die Damgaard Mühle
Wenn Sie nach Hovslund Stationsby gelangen, haben Sie Möglichkeit einzukaufen. Südlich von Hovslund Stationsby liegt die Damgaard Mühle etwa 1 Kilometer westlich von der Ochsenweg Hærvejsroute. Die Mühle die aus dem Jahre 1867 stammt, ist liebevoll restauriert. Sie war u. A. als Buchweizenmühle in Betrieb und die Anlage die heute noch intakt ist, ist eine der am besten erhaltene Dänemarks. Von der Hauptstraße unter der Eisenbahnstrecke oder über Hovslund Stationsby haben Sie Zutritt zur Mühle.

Vendersvold
Weiter entlang der Strecke kommen Sie durch Øster Løgum wo ein paar Kilometer südlich die Vendersvold Verteidigungsanlage aus dem 3. Jahrhundert liegt. Die Anlage hat eine Länge von 3 km gehabt, wovon man heute noch die 500 Meter sehen kann. Die Anlage besteht aus einem Wall und einen Graben, der heute ein Hohlweg ist. Von der Ochsenweg Hærvejsroute haben Sie Zutritt von der Raststelle an der Andholmvej. Etwa 1700 Jahre nach dem Errichten der Wallanlage wurde eine neue Verteidigungsanlage gebaut. Am westlichen Teil liegt eine gut erhaltene Kanonenbatterie, die „Andholmbatterie“.

Rødekro
Der Ochsenweg Hærvejen führt direkt am alten Gasthof in Rødekro vorbei und weiter entlang der Hauptstraße in Rødekro. Meistens wird der Gasthof nach dem Namen der Stadt benannt, hier ist es aber umgekehrt. Der Gasthof aus dem Jahre 1642 hat der Stadt seinen Namen gegeben. In Rødekro haben Sie Möglichkeit einzukaufen.

Südlich von Rødekro bei der Rise Kirche steht der Wegstein von Christian VII am Straßenrand: „Weg nach Flensburg und Sleswich“. Die romanische Kirche mit ihren Mauerbefestigungen am Turm hat eine gut erhaltene Einrichtung aus dem Mittelalter.

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