Hirtshals Fyr

Wanderetappe | Hirtshals – Lønstrup (21 km)

Foto: VisitHirtshals

Die Strecke vermittelt einen starken Eindruck von der Natur im Vendsyssel, mit der majestätischen Küstenlinie und den Binnendünen im Hinterland. Von der dynamischen und interessanten Hafenstadt Hirtshals über die Dünenplantage von Tornby nach Lønstrup, dem Fischerdorf mit Urlaubidylle.

Hirtshals
Hirtshals ist eine dynamische Fischerei- und Handelsstadt, deren Handelshafen zu einem der größten Dänemarks zählt, u.a. mit Fährverbindungen nach Norwegen, den Färöer Inseln und Island. Der schöne Badestrand, das authentische Hafenmilieu, und die Aussicht von der Treppe „Trappen“, die den grünen Platz in der Stadtmitte mit dem Hafen und der Nordsee verbindet, sind einzigartig. 

Hirtshals Museum ist einem Fischerhaus eingerichtet, welches 1880 aus Felsbrocken gebaut wurde. Das Museum zeigt eine interaktive Ausstellung, u.a. über den Hafen und die Fischerei in Hirtshals, sowie in einem separaten Abschnitt über Signe Hansen und das Nationalgetränk der Gegend, Bjesken.

Die Kirche zu Hirtshals, Hirtshals Kirke, wurde vom Architekten Carl Valdemar Harrild aus Kopenhagen gezeichnet, und 1908 fertiggestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Einwohner 5-6 km gehen, um die Kirche in Horne zu besuchen.

Auf Wunsch des Fischereiverbandes und des Marineverbandes wurden 1951 Gedenktafeln für die ertrunkenen Fischer und Seefahrer der Gemeinde aufgestellt.

Bevor es auf dem Ochsenweg Richtung Süden weitergeht, kann man dem Pfad Nordsøstien einige hundert Meter Richtung Osten folgen und das Nordsee Ozeanarium, Nordsøen Oceanarium, besuchen. Es beherbergt Nordeuropas größtes Aquarium mit 4,5 Millionen Liter Wasser.

Leuchtturm Hirtshals und das Bunkermuseum
Folgt man dem Ochsenweg Richtung Süden gelangt man zum Wahrzeichen der Stadt, dem Leuchtturm Hirtshals Fyr, welcher 1863 in Betrieb genommen wurde. Seit mehr als 150 Jahren hat der Leuchtturm die Seefahrer geleitet. Der Leuchtturm ist täglich zwischen 10.00 und 17.00 Uhr geöffnet. Nehmen Sie die 144 Stufen hinauf und genießen Sie die fantastische Aussicht über die Nordsee, Vendsyssel, die Stadt und den Hafen.

Der nächste Halt ist das Bunkermuseum, Bunkermuseet, von Hirtshals – eines der am besten erhaltenen Verteidigungsanlagen des 2. Weltkrieges in Dänemark. Das Gebiet hat eine Größe von 450 x 750 Metern und dient als Freilandmuseum.

Tornby Dünenplantage
Der Ochsenweg führt am Strand von Tornby entlang, wo er einen Schlenker in das Binnenland macht, durch die schöne Dünenplantage, Tornby Klitplantage, eine hochgelegene, dem Wind ausgesetzte Nordseeküstenplantage, in der die Spuren von jahrhundertelanger Sandflucht deutlich zu sehen sind. Unter Fichten und Kiefern erstrecken sich die einstigen Wanderdünen. Die hügelige Landschaft bietet üppige Bachtäler und hochgelegene Aussichtspunkte mit prächtigem Meeresblick. 

Hier kann man einen Abstecher zur Tornby Kirke, der Kirche zu Tornby machen, die etwas weiter im Landesinneren liegt. Die Kirche wurde um das Jahr 1200 erbaut. In der Kirche ist eine lustige Runeninschrift zu sehen, die auf verschiedene Weisen interpretiert werden kann: „Torsten Brede brannte diese Runen zu Pfingsten, er hatte viel Freude am Gesang diesen Morgen“. Oder „Thorsten Brede brannte diese Runen zu Pfingsten, er hatte viel Freude an Johanne diesen Morgen“. Das Altarbild zeigt eine schöne Holzschnitzerei aus dem 15. Jahrhundert, mit u.a. St. Nikolaus, dem eigentlichen Weihnachtsmann.

Wenn man in Tornby ist, sollte man einen Besuch des Kaufmannshauses Tornby Gl. Købmandsgaard erwägen. Das 200 Jahre alte Kaufmannshaus, mit der originalen Einrichtung von 1860, war Knotenpunkt während des Küstenhandels, der seinen Höhepunkt im 19. Jahrhundert erlebte. Das Geschäft (mit Ausstellung) ist das ganze Jahr über geöffnet, sowie auch die Kaffeestube und die Bjeskstube. Der über 4000 Jahre alte Dolmen, Tornby Dyssen, aus der frühen Steinzeit, ist ebenfalls einen Besuch wert. Er liegt 300 Meter südlich von Tornby Gl. Købmandsgård entfernt.

Vom Hügel Tornby Bjerg (84 Meter über dem Meeresspiegel) hat man eine prächtige Aussicht über das nordwestliche Vendsyssel mit seiner klar umrissenen Landschaft – geschaffen durch die Gletscher der Eiszeit. Richtung Norden und Nordwesten strecken sich das Meer und die großen Dünenplantagen soweit das Auge reicht. Bei klarem Wetter kann man die Dünenkette, die sich Richtung Skagen streckt, erahnen. Richtung Osten und Südosten kann man über das Binnenland Richtung Hjørring schauen. Hier ist die Landschaft üppig, grün und hügelig.

Kærsgård Strand
Wieder auf dem Ochsenweg angelangt, geht es Richtung Kærsgård Strand bei der Mündung des Wasserlaufs Liver Å. Etwas südlich des Parkplatzes beim Kærsgård Strand liegt eine mit Wasser bedeckte Senke hinter den Dünen. Das Gebiet wird Vandplasken (Wasserspritzer) genannt, und ist ein fantastisches Gebiet für Natur und Vögel. Vandplasken steht unter Naturschutz und darf nicht betreten werden, aber von den Dünen beim Ochsenweg hat man eine gute Aussicht über das Gebiet. Bewegt man sich auf diesem Abschnitt des Ochsenwegs, begegnet man den typischen Vögeln dieser Landschaft – Bluthänfling, Dorngrasmücke, Wiesenpieper und Braunkehlchen. Mit ein bisschen Glück kann man auch den Rotrückenwürger beobachten.

Skallerup
Hinter dem Strand von Nørlev befinden sich die Binnendünen Skallerup Indlandsklitter. Diese charakteristischen Dünen sind zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert durch Flugsand gebildet worden, bevor man das Problem der Sandflucht in den Griff bekam. Sandflucht stellte für die Landwirte eine Katastrophe dar, die Haus und Hof verlassen mussten. Die Binnendünen beherbergen ein einzigartiges Tier- und Pflanzenleben.

Der nächste Halt ist das bekannte Feriencenter Skallerup Seaside Resort, wo sich auch ein Lebensmittelgeschäft befindet. Skallerup Seaside Resort bietet zahlreiche Erlebnisse, u.a. Badeland, römische Bäder, Reitcenter und einen Besuchsbauernhof.

Macht man einen Abstecher von 3 Kilometern (hin und zurück), hat man die Möglichkeit die Kirche zu Skallerup, Skallerup Kirke, zu besuchen. Der berühmte Bischof Stygge Krumpen wurde vor seiner Ernennung zum Bischof 1518 zum Dekan des Gebietes Vendsyssel, mit Sitz in der Kirche zu Skallerup ernannt. Die Kirche zu Skallerup ist dem Heiligen St. Nikolaj gewidmet, der u.a. der Schutzpatron der Seefahrer ist. In der Kirche befinden sich ein fein geschnitztes Kruzifix und ein schöner Schrank aus Eichenholz aus dem Jahre 1500. Eine Besonderheit ist der Stein mit Schachfeldern, der vielleicht ein Brettspiel, eine Rechentafel oder eine Warnung vor sündigen Spielleidenschaften war.

Wieder auf dem Ochsenweg angekommen führt die Route jetzt nach Lønstrup.

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